LIBBY LARSEN (*1950)
Libby Larsen wurde in Wilmington, Delaware geboren und gehört zu Amerikas profiliertesten, meist aufgeführten lebenden Komponisten.
Sie erhielt Kompositionsaufträge von international anerkannten Ensembles und Orchestern – Ihre kraftvolle, dynamische, tief inspirierte Musik symbolisiert wie kaum eine andere den zeitgenössischen American Spirit.
Larsens Liebe gilt dem Klang und Rhythmus der Sprache - sowohl auf musikalischem als auch literarischem Gebiet, was sich in der Vielfalt ihrer Kompositionen widerspiegelt. Ihr Repertoire umfasst Orchester, Tanz, Chor, Oper, Theater Kammermusik und Solowerke.
Libby Larsen komponierte 2004 ein neues Werk für das Meininger-Trio mit dem Titel Slow Structures. Es basiert auf Texten von Ralph Waldo Emerson, Henry Wadsworth Longfellow, Tomas Transtromer u. Robert Bly.
„Ich lebe in Minnesota an der canadischen Grenze zu Amerika, wo eine gefrorene, irgendwie unwirkliche Schönheit die zahlreichen Schriftsteller, Maler, Tänzer und Komponisten inspiriert, die hier leben. Wir kennen den Rhythmus und Fluss des Wassers in all seinen Formen – so wie es auch die Menschen in den kalten nordischen Klimagürteln wissen. Mit dem Schnee leben bringt ein tiefes mythisches Verständnis mit sich für die Wirkung von Zeit auf uns Menschen." [...] „The piece examines the slow formation of frozen form. The music begins with the force of a blizzard, slightly fierce, virtuosic in its gestures, and given form by the impetus of the force of nature. Then, the musical motives begin to settle in relationship to each other, slowly creating a structure which is both recognizable and unrecognizable. Within the structure, the musical gestures of the opening express themselves in new ways in which we recognize them only by what we can no longer audibly perceive. Finally, the slow structure in which the musical elements have been operating begin to loosen, melt as it were, creating a hypnotic atmosphere – much like the hypnotic effect of the drip of a melting icicle.“ Libby Larsen, Januar 2004
„She’s the only English-speaking composer since Benjamin Britten who matches great verse with fine music so intelligently and expressively“. David Patrick Stern, USA Today