PHILIPPE GAUBERT (1879-1941)

Philippe Gaubert war einer der begabtesten und am meisten bewunderten Flötisten seiner Zeit. Er begann bereits mit 14 Jahren am Conservatoire in Paris bei Paul Taffanel zu studieren, gleichzeitig belegte er Harmonielehre und Komposition. Neben zahlreichen nationalen Preisen gewann er 1905 den 2 Preis im Prix de Rome.

Im Jahre 1919 wurde er als Nachfolger seines Lehrers Taffanel als Professor ans Conservatoire verpflichtet, wo er bis 1932 unterrichtete. Gleichzeitig betrieb er aber auch eine Karriere als Dirigent – so wurde er 1919 Chefdirigent der Societé des Concerts und ein Jahr später Chefdirigent der Pariser Opera, deren künstlerische Leitung er 1931 übernahm. Als Gastdirigent feierte er, der sich besonders für zeitgenössische französische Musik einsetzte, Erfolge in ganz Europa.

Sein kompositorisches Werk, das stark impressionistisch geprägt ist, reicht von Opern, Balletten und Orchesterwerken bis zu Werken der Kammermusik. Hierbei bevorzugte Gaubert hauptsächlich die Formen musikalischer Miniaturen, wie Romanzen, Balladen, Nocturnes oder Fantasien, schrieb aber auch 3 Sonaten für Flöte und Klavier. Die Trios Aquarelles entstanden 1926.

Der Großteil seines Oevres ist leider in Vergessenheit geraten – von herausragender Bedeutung ist dagegen nach wie vor sein gemeinsam mit seinem Lehrer Paul Taffanel entworfenes und 1923 erschienenes Lehrwerk Methode de Flute.